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So haben sich diese Promis über die Jahre gewandelt – bis heute

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Edward Clark

, updated on

May 8, 2026

Thomas Gottschalk: Jahrgang 1950

Berühmt wurde Thomas Gottschalk vor allem als langjähriges Gesicht von "Wetten, dass…?". Angefangen hat alles beim Radio, 1976 folgte dann der Sprung ins Fernsehen mit der Musikclip-Sendung "Szene". Seitdem ist er aus der deutschen Showlandschaft kaum wegzudenken. Nach vielen Jahren in den USA zog es ihn 2019 zurück nach Deutschland, auch wenn er die ganze Zeit hierzulande arbeitete. Heute lebt er mit seiner Partnerin Karina Mroß in Baden-Baden. Und auch im Alter ist er weiterhin präsent, sowohl im TV als auch im Radio. Seit 2022 steht er bei RTL für "Die Puppenstars" vor der Kamera, außerdem hat er beim SWR seine eigene Radiosendung "Gottschalks Playlist", die im Zwei-Wochen-Rhythmus freitags gesendet wird.

Heino: Jahrgang 1938

Heino wurde als Schlagersänger zur festen Größe, hat seinen Sound aber immer wieder neu erfunden, und das bis heute. Der Durchbruch kam 1965 mit seiner Gruppe "Comedian Terzett". Danach startete er als Solokünstler durch, und Songs wie "Blau blüht der Enzian" sind längst Legende. 2013 veröffentlichte er das Album "Mit freundlichen Grüßen", auf dem er bekannte Pop-, Hip-Hop- und Rocktitel coverte und sich damit komplett neu erfand. Ein Jahr später legte er nach und brachte ein Album heraus, auf dem er seine eigenen Hits im Metal-Gewand neu interpretierte. 2019 ging er auf Abschiedstournee und wollte anschließend eigentlich keine Konzerte mehr spielen. Von diesem Plan hat er sich inzwischen jedoch wieder verabschiedet. Der Ruhestand scheint nichts für ihn zu sein.

Herbert Grönemeyer: Jahrgang 1956

Schon mit acht Jahren setzte sich Herbert Grönemeyer ans Klavier und legte die Grundlage für seine Musikkarriere. Bevor er jedoch als Sänger einem breiten Publikum bekannt wurde, stand er erst einmal als Schauspieler vor der Kamera. Den großen Durchbruch brachte 1981 seine Rolle im Film "Das Boot", in dem er unter anderem an der Seite von Martin Semmelrogge und Uwe Ochsenknecht spielte. Danach verlagerte sich sein Schwerpunkt immer stärker auf die Musik. Er landete zahlreiche Hits wie "Männer" und "Flugzeuge im Bauch", Songs, die bis heute im Radio in Dauerschleife laufen. Als 1998 erst sein Bruder und später seine Frau starben, zog er sich zunächst zurück und verarbeitete diese Schicksalsschläge später auf dem Album "Mensch". Auch heute macht er weiter Musik und sein letztes Album kam 2023 auf den Markt.

Katja Ebstein: Jahrgang 1945

Seit ihrem ersten großen Auftritt hat Katja Ebstein gezeigt, dass sie eine echte Allrounderin ist. Sie ist eine Sängerin, die sich mühelos in jedes Genre hineinfindet. Nachdem sie beim Eurovision Song Contest gleich drei Jahre in Folge Spitzenplätze belegte, nahm ihre Karriere rasant Fahrt auf. Sie stand über ein halbes Jahrhundert auf deutschen Bühnen, bis sie 2019 ihren letzten Fernsehauftritt hatte. Und dabei wird klar: Die Zeit hat ihr wenig anhaben können. Auch wenn sie die Musik inzwischen zugunsten ihres sozialen Engagements für Kinder zurückgestellt hat, trägt sie noch immer ihr markantes rotes Haar und weiß nach wie vor ganz genau, wie man eine Bühne für sich einnimmt.

Nastassja Kinski: Jahrgang 1961

Androgyn und zugleich überaus feminin war Nastassja Kinski eine echte Ikone der 1980er Jahre. Sie war praktisch vom Start weg ein Wunderkind vor der Kamera. Und sie schaffte das Kunststück, zur Muse des europäischen Arthouse-Kinos zu werden, was alles andere als selbstverständlich ist. Mit ihrer schmollenden, unverwechselbaren Schönheit landete Kinski schließlich in Hollywood, blieb dabei aber eine Nomadin mit ausgeprägt anti-kommerziellem Instinkt. Dieser Zug spiegelte sich auch in ihren Filmen, wie "Paris, Texas" und "Tess". Doch Hollywood wurde nie wirklich zu ihrem Zuhause. Stattdessen zog es sie von Set zu Set quer durch Europa, verlängerte ihre Laufbahn bis 2012 und blieb danach noch rund fünf Jahre im Fernsehen präsent. Seit 2016 gehört sie zur "AMPAS", der "Academy of Motion Picture Arts and Sciences", und bringt sie das Handwerk lieber anderen bei als selbst vor die Kamera zu treten.

Ulrich Wickert: Jahrgang 1942

Wickert tauchte in der "Tagesschau" nach vielen Jahren noch einmal auf, wenn auch nur kurz, um seinen ehemaligen Kollegen zu gratulieren. Nach 15 Jahren am Moderationspult war 2006 Schluss und er reichte das Mikrofon an Caren Miosga weiter. Auch wenn er längst offiziell im Ruhestand ist, hat er der ARD und seinem Ehrentitel nie wirklich Lebewohl gesagt, stattdessen hält er sein Know-how zwischen Universität und Hochschule in Form. Als Mitglied verschiedener Verbände, von der "Jugendpresse" bis zum "PEN-Zentrum", unterstützt Wickert regelmäßig Organisationen, die sich für Kinderrechte einsetzen, und ist immer wieder als Gastredner bei NDR und ARD zu hören, wenn es um Debatten und Themen mit Gewicht geht. So bleibt er, auch im hohen Alter und ganz ohne tägliche Sendung, ein verlässlicher Fixpunkt im deutschen Journalismus.

Helge Schneider: Jahrgang 1955

Das Multitalent, das seit den 1980er Jahren die deutschen Bühnen aufmischt, geht auch heute noch mit seiner Comedy-Show auf Deutschlandtour, mit genau der typischen Helge-Komik, die bei ihm in jeder Geste mitschwingt. Helge Schneider kann man irgendwo zwischen Schauspieler, Maler und Kabarettist beschreiben, und er ist dabei besser in Form denn je und denkt noch lange nicht ans Aufhören, so sehr, dass er die großen Bühnen auch für dieses Jahr fest eingeplant hat. Dass er mittlerweile schon über 70 ist, scheint ihn selbst nicht zu stören und das Publikum liebt den "König des absurden Humors" weiterhin. Das Tolle ist, dass er nebenbei einen Teil der Einnahmen für wohltätige Zwecke spendet.

Sepp Maier: Jahrgang 1944

Sepp Maier steht wie kaum ein anderer für Unverwüstlichkeit und dieses unerschütterliche Fußball-Selbstvertrauen, das man einem Torhüter einfach ansehen muss. Das ist auch der Auftakt zu einer langen Liste an Rekorden, die man über ihn erzählen kann, die ihn zu einem Star der deutschen Fußballgeschichte machen. Der Keeper der deutschen Nationalmannschaft und des FC Bayern München brachte es auf 473 Pflichtspiele am Stück für seinen Verein. Und auch wenn er vier deutsche Meisterschaften und vier DFB-Pokalsiege holte, sind es vor allem seine Auftritte im Europapokal der Landesmeister, die sich dauerhaft eingebrannt haben. Abseits des Rasens ist Maier ein echter Unterhalter, immer gut für einen Spruch, und zugleich jemand, der bereit war, an sich zu arbeiten und sich spürbar weiterzuentwickeln. Heute genießt er den Ruhestand und verrät, abgesehen von ein paar fußballbezogenen Interviews, kaum etwas darüber, wie er seine Freizeit verbringt.

Uschi Glas: Jahrgang 1944

Sie startete als Filmschauspielerin und fand später ihren festen Platz im Fernsehen. Sie legte den Grundstein für eine Karriere, die sich über ein halbes Jahrhundert erstreckte. Uschi Glas ist bis heute eine der bekanntesten TV-Persönlichkeiten Deutschlands und kann auf mehr als achtzig Produktionen zurückblicken, darunter Kinofilme, Fernsehserien und sogar einige musikalische Singles. Und obwohl sie längst eine Legende ist, steht sie weiterhin vor der Kamera, dreht, taucht in Unterhaltungsshows auf und bleibt präsent. In einer dieser Sendungen erzählt sie, dass ihre liebsten Freunde in der freien Zeit vier Pfoten haben. Uschi engagiert sich deshalb heute ehrenamtlich in Tierheimen. Neben dem guten Zweck spielt dabei auch ein ganz bodenständiger Antrieb mit, denn Langeweile kommt für sie nicht infrage. Die Jahre vergehen, aber ihre Lust, sich einzubringen, bleibt so stark wie eh und je.

Hella von Sinnen: Jahrgang 1959

Hella von Sinnen wird wohl noch einige Jahre auf unseren Fernsehbildschirmen präsent bleiben. Ihr Debüt liegt inzwischen über 40 Jahre zurück, und ans Aufhören denkt sie offenbar noch lange nicht. Man erlebt sie heute oft in anderen Facetten als der klassischen Moderatorin und Komikerin, die viele aus Formaten wie "Alles nichts, oder?!" kennen. Mit ihrer Rückkehr ins Fernsehen nutzt sie die Bühne, um auf sensible Themen wie Diskriminierung und Toleranz gegenüber der LGBTQ-Community aufmerksam zu machen. Und natürlich bleibt sie dabei unverwechselbar, mit ihrem platinblonden Haar, den extravaganten Outfits und häufig auch mit Brille. Außerdem plant die Entertainerin ein Comeback bei "Genial oder Daneben", nachdem ihr letzter Auftritt in der Sendung inzwischen schon ein paar Jahre zurückliegt.

Corinna Harfouch: Jahrgang 1954

Deutschlands TV-Kommissarin schlechthin war bis Anfang 2026 als Ermittlerin in fünf Tatort-Folgen zu sehen, doch schon seit den 90er-Jahren trat sie immer wieder im "Tatort" auf. Dabei kommt Corinna Harfouch eigentlich vom Theater, und einem breiteren Publikum wurde sie erst nach der Wiedervereinigung wirklich bekannt. Die verdiente Anerkennung brachte ihr dann vor allem ihre Arbeit in den Filmen "Lara" und "Vera Brühne". Es folgten zwei Auszeichnungen, 2001 und 2003, als "Beste (Neben-)Schauspielerin" und 2024 erhielt sie für ihre Hauptrolle im Film "Sterben" den deutschen Filmpreis. Und obwohl sie bereits in vielfältigen TV- und Filmrollen zu sehen war und heute schon über 70 Jahre alt ist, wirkt es ganz so, als wäre das für die deutsche Schauspielerin noch lange nicht genug.

Senta Berger: Jahrgang 1941

Was bei Senta Berger fast wie ein spielerischer Anfang wirkte, wurde durch die verlässliche Rückendeckung ihres Vaters überhaupt erst möglich, zu dem sie ein besonders enges Verhältnis hatte. Erst auf der Bühne, später im Kino, entschied sie sich bewusst gegen eine Hollywood-Laufbahn und setzte stattdessen auf internationale wie auch heimische Filme und Fernsehproduktionen. So kamen in rund sieben Jahrzehnten über 150 Rollen zusammen. Die wandlungsfähige Schauspielerin lebt in München und zeitweise auch in Berlin und hat eine eigene Produktionsfirma, doch sie hat Kameras und Drehbücher immer noch nicht hinter sich gelassen, denn sie war 2026 im Film "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" zu sehen und nebenbei genießt sie die Zeit mit ihren Kindern, die beide ebenfalls in der Filmbranche tätig sind.

Tine Wittler: Jahrgang 1973

Mit Farbe, Tatkraft und einem klaren Sinn fürs Anpacken zeigte Tine Wittler in ihrer Sendung "Einsatz in vier Wänden", wie tief die Liebe zu Pinsel, Gestaltung und Deko in der kreativen Ader der Moderatorin steckt. Nach einigen Theaterauftritten, der langjährigen Arbeit als Redakteurin und elf veröffentlichten Büchern folgte für Tine eine ruhigere Phase, in der sie aus dem Fernsehen weitgehend verschwand. Doch dann meldete sie sich mit ordentlich Wucht zurück und ist seither entschlossen, auf ihre ganz eigene Art etwas zu bewegen. Optisch hat sie sich verändert, wirkt deutlich selbstsicherer und bezieht mit ihrer Organisation offen Stellung im Kampf gegen Body Shaming. Eine Wittler mit Kampfgeist also, die ihr eigenes Geschäft bodenständig weiterführt, irgendwo zwischen Restaurant, Kulturzentrum und eigenem Modelabel.

Linda de Mol: Jahrgang 1964

Ein Skandal, und die Karriere ist erledigt? Das raunten einige Medien, als Details über Linda de Mol und ihren früheren Partner öffentlich wurden. Doch es gibt Entwarnung: Linda hat sich nicht ganz vom Fernsehen und ihrer Karriere verabschiedet. Die Moderatorin kehrt zu ihrer Kultshow "Miljoenenjacht" zurück, die sie seit über 20 Jahren nicht mehr präsentiert hatte. Weitere TV-Comebacks sind bislang nicht angekündigt, ihr letzter Auftritt in der Sendung "Traumhochzeit" fürs ZDF liegt daher weiterhin im Jahr 2008. In den Niederlanden ist Linda de Mol allerdings nicht nur als TV-Gesicht bekannt, sondern auch als Kopf hinter dem gleichnamigen Frauenmagazin, dessen Chefredakteurin sie selbst ist.

Andrea Berg: Jahrgang 1966

Schlagersängerin Andrea Berg zählt seit Jahren zu den kommerziell erfolgreichsten Künstlerinnen Deutschlands. Im Juli 2022 feierte sie ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum und legte passend dazu ihr damals aktuelles Album "Ich würd’s wieder tun" vor, das von vielen Konzerten begleitet wurde. Es war bereits ihr 17. Studioalbum, insgesamt hat sie im Laufe ihrer Karriere mehr als 15 Millionen Tonträger verkauft. Zum runden Jubiläum bekam sie sogar eine eigene ZDF-Show, "30 Jahre Andrea Berg", die von Giovanni Zarrella moderiert wurde und über vier Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer erreichte. Von nachlassender Popularität kann also keine Rede sein, und an Ruhestand denkt die mittlerweile 60-Jährige erst recht nicht. Bleibt nur die Frage, womit sie als Nächstes überraschen wird

Susanne Uhlen: Jahrgang 1955

Susanne Uhlen kann auf eine Karriere zurückblicken, die sich wie eine goldene Hochzeit anfühlt. Nach 50 Jahren zwischen Theaterbühne und Filmset beendete sie 2017 nach einer schweren Krankheit ihre ebenso arbeitsreiche wie erfolgreiche Karriere. Der Entschluss fiel ihr nicht leicht, doch er wurde zugleich zu einem Neuanfang, in dem die Schauspielerin sich selbst und ihre größten Leidenschaften wiedergefunden hat. Beim Fotografieren, Zeichnen und Schreiben vermisst Susanne den hektischen Takt zwischen den Dreharbeiten kein bisschen, trotzdem denkt sie gern an ihre Zeiten beim "Traumschiff" und bei "Die Kinder meiner Schwester" zurück. Als Unterstützerin humanitärer Organisationen engagiert sich Susanne außerdem sozial, auch für ihre vierbeinigen Freunde, als Mitglied der "WTG", die sich für den Tierschutz einsetzt.

Eva Herman: Jahrgang 1958

Es ist inzwischen etliche Jahre her, dass die ehemalige "Tagesschau"-Moderatorin Eva Herman 2007 ihre Laufbahn beendete, sicherlich nicht ganz aus freien Stücken. Nach 18 Jahren als Moderatorin beim "NDR" und einer Reihe politischer Äußerungen, die das Publikum in zwei Lager spalteten, hat sich Eva Herman als Autorin und Publizistin neu aufgestellt, allerdings eher in kleineren Medien. Zwischen Dauerprovokation, kontroversen Themen und der Nähe zu rechtsextremen Ideen hat sich die Sprecherin den, weder besonders schmeichelhaften noch ironisch gemeinten, Titel "Ikone der Verschwörungsszene" eingehandelt. Ein Absturz, den Eva vor allem selbst vorangetrieben hat, getragen von Stolz und Sturheit, erst als markantes Erkennungszeichen, später als öffentliches Urteil, das an ihr haften bleibt, solange sich die Öffentlichkeit daran erinnern wird.

Paul Breitner: Jahrgang 1951

Mit 23 war Breitner bereits einer der größten Fußballer der Welt, ein echter Allrounder, wie es ihn bis dahin kaum gegeben hatte. Offiziell als Linksverteidiger aufgestellt, war er in Wahrheit überall zu finden, wo das Spiel gerade brannte. Schon mit 18 wurde er beim FC Bayern München zum Star, kurz darauf auch in der Nationalmannschaft. Und selbst Jahrzehnte später wirkt Breitner noch wie ein kleiner Revolutionär, nicht zuletzt wegen der Frisur, die ihm einst den Spitznamen "Der Afro" einbrachte, auch wenn das Haar inzwischen weiß ist. Mit Mitte 70 ist er weiterhin als Experte im Fernsehen und im Journalismus präsent und kehrt regelmäßig in die Stadien zurück, diesmal allerdings nicht auf den Rasen, sondern auf die Tribüne, mit dem Blick von oben.

Dieter Hallervorden: Jahrgang 1935

"Didi" ist mit uns groß geworden, erst in Schwarz-Weiß, später in Farbe, und Dieter Hallervordens "Nonstop Nonsens" ist längst deutsches Fernseh-Kulturgut. Wer glaubt, er habe sich mit 90 nun endgültig von der Bühne verabschiedet, liegt daneben. Dieter ist aktiver denn je, nur eben auf anderen Brettern, denn seine Theaterlaufbahn ist ein Feuer, das sich nicht so leicht ausblasen lässt. 2022 eröffnete Hallervorden sogar ein neues Theater in Dessau, der Stadt, in der er geboren wurde und aufgewachsen ist. Mit seiner starken, entschlossenen Art fällt auch die Antwort auf die Frage nach dem Ruhestand stets gleich aus: "nie", denn für ihn hat Ruhestand etwas von Aufgeben.

Hugo Egon Balder: Jahrgang 1950

Hugo Egon Balder kennt hierzulande fast jeder, nicht zuletzt wegen "Tutti Frutti", wo sein Schauspiel- und Moderationstalent die Sendung mit zum Hit machte, wie so oft bei Formaten, in denen er auftauchte. Nach Jahrzehnten im Geschäft mit "Genial daneben" und vielen verschiedenen anderen Formaten, immer als Querdenker mit dem gleichen Drive wie früher, irgendwo zwischen Charisma und Streitlust. Er geht jetzt schon auf die 80 zu, doch das hält ihn nicht davon ab, weiter vor der Kamera zu stehen. Auch privat hat sich einiges getan: Eine neue Liebe führte ihn im hohen Alter noch zum Ja-Wort, denn 2019 tauschten Hugo Egon Balder und Elena Sumischewskaja die Eheringe. Er nimmt das Leben, wie es kommt, und genießt den Moment, ohne sich allzu sehr mit der Zukunft aufzuhalten. Die einzige Konstante ist seine glückliche Rückkehr auf die Theaterbühne.

Elke Sommer: Jahrgang 1940

Als Sexsymbol der Sechzigerjahre wurde die deutsche Schauspielerin Elke Sommer einem breiten Publikum bekannt. Entdeckt wurde sie 1958 im Italien-Urlaub, wo sie zur Miss Viareggio gewählt wurde. Dieser Titel öffnete ihr zunächst die Türen zum italienischen Film, später drehte sie auch in Deutschland. 1962 führte sie der Film "Das Mädchen und der Staatsanwalt" bis nach Hollywood, auch wenn der ganz große Durchbruch dort ausblieb, jedoch konnte sie einige Filme drehen. In nahezu all ihren Filmen verkörperte Elke Sommer den verführerischen Rollentyp. Später arbeitete sie zudem am Theater und machte sich als Malerin einen Namen. Inzwischen hat sie sich aus dem Filmgeschäft zurückgezogen und genießt ihren Ruhestand mit ihrem Ehemann Wolf Walther, mal in Los Angeles, mal im mittelfränkischen Marloffstein.

Michael Fassbender: Jahrgang 1977

Michael Fassbender kam zwar in Deutschland zur Welt, ist aber in Irland groß geworden und spricht deshalb deutlich besser Englisch als Deutsch. Seine erste große Hauptrolle übernahm er 2008 in Steve McQueens Drama "Hunger". Der echte Durchbruch folgte jedoch mit seinem Auftritt in Quentin Tarantinos Film "Inglourious Basterds". Seitdem war Fassbender in zahlreichen weiteren Produktionen zu sehen, was ihm etliche Auszeichnungen und sogar eine Oscar-Nominierung einbrachte. Heute erfüllt er sich außerdem einen Kindheitstraum: Er fährt Autorennen. 2021 nahm er am Porsche Supercup teil und ein Jahr später beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Dort landete er am Ende auf Platz 16 von 51 Teams.

Diane Kruger: Jahrgang 1976

Diane Kruger startete ihre Karriere als Model und arbeitete zunächst in Paris. Dort nahm sie nebenbei Schauspielunterricht und landete erst einmal kleinere Rollen. Der große internationale Durchbruch kam mit der Rolle der Helena in Wolfgang Petersens Film "Troja". Seitdem ist Diane Kruger aus dem Kino kaum wegzudenken. 2017 war sie in ihrem ersten deutschsprachigen Film zu sehen in Fatih Akins "Aus dem Nichts", nach verschiedenen Hollywood-Produktionen. Der Regisseur ließ damals durchblicken, dass das nicht ihre letzte gemeinsame Arbeit gewesen sein dürfte. Heute lebt Diane Kruger mit ihrer Familie in den USA, ist für Dreharbeiten aber immer wieder in verschiedenen Ländern unterwegs.

Ilja Richter: Jahrgang 1952

Schon mit acht Jahren wurde Ilja Richter beim Radio als Sprecher und Sänger unter Vertrag genommen. Danach zog es ihn erst einmal ans Theater, bevor er 1961 seine erste Fernsehrolle in der Serie "Till, der Junge von nebenan" übernahm. Richtig bekannt wurde er später als Moderator der Musiksendung "Disco", die ganze elf Jahre lang über die Bildschirme flimmerte. Heute ist Ilja Richter wieder häufiger auf Theaterbühnen zu sehen und arbeitet zudem als Synchronsprecher. So leiht er etwa Mike Glotzkowski in Disneys "Die Monster AG" und "Die Monster Uni" seine Stimme. Außerdem veröffentlicht er Bücher, zuletzt 2022 seine autobiografische Sammlung "Nehmen Sie’s persönlich: Portraits von Menschen, die mich prägten".

Franka Potente: Jahrgang 1974

Den großen Durchbruch schaffte Schauspielerin Franka Potente 1998 mit dem Film "Lola rennt". Davor hatte sie nach dem Abitur zunächst eine Schauspielausbildung in München begonnen, diese jedoch abgebrochen und den Schritt nach New York gewagt. Es folgten zahlreiche Hollywood-Produktionen, darunter "Blow" an der Seite von Johnny Depp sowie "Die Bourne Identität" mit Matt Damon. Inzwischen arbeitet sie auch als Drehbuchautorin und Regisseurin, etwa bei dem Drama "Home", das 2021 in den deutschen Kinos lief und für verschiedene Filmpreise nominiert wurde. In dem Film ist auch ihr Mann, der Schauspieler Derek Richardson, zu sehen. Sie lebt mit ihm und den beiden gemeinsamen Kindern derzeit in Los Angeles.

Daniel Brühl: Jahrgang 1978

Dass Daniel Brühl irgendwann vor der Kamera landen würde, kam kaum überraschend. Sein Vater Hanno Brühl arbeitete beim Fernsehen als Regisseur, und Daniel schnupperte durch ihn schon früh Set-Luft. International bekannt wurde er 2003 mit seiner Rolle in "Good Bye, Lenin!". Danach folgten Auftritte in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" und in der spanischen Science-Fiction-Produktion "Eva". Seit 2018 ist er in der Netflix-Serie "The Alienist“ in einer Hauptrolle zu sehen und erhielt dafür eine Golden-Globe-Nominierung als bester Hauptdarsteller. Inzwischen ist Brühl auch als Produzent aktiv. Sein Regiedebüt gab er 2021 mit der schwarzen Komödie „Nebenan“ und zuletzt war er in "The Gallerist" zu sehen.

Jürgen Prochnow: Jahrgang 1941

Nach seiner Schauspielausbildung startete Jürgen Prochnow seine Karriere ganz klassisch auf der Theaterbühne. In den 1970er Jahren wechselte er dann ins Fernsehen. Den großen Durchbruch brachte ihm die Hauptrolle als U-Boot-Kommandant in "Das Boot", ein Film, der internationale Erfolge feierte, danach ließen internationale Angebote nicht lange auf sich warten. So war er unter anderem in "Der Wüstenplanet" zu sehen oder an der Seite von Madonna in "Body of Evidence". Außerdem arbeitet Prochnow als Synchronsprecher, zum Beispiel ist er als deutsche Stimme von Sylvester Stallone im 2022 erschienenen Film "Samaritan" zu hören. Seit 2004 steht er auch wieder regelmäßig auf der Bühne und spielte 2018 etwa den Hunnenkönig Etzel in dem Stück "Siegfrieds Erben". 2023 war er mit 81 Jahren noch in "The Last Rifleman" zu sehen.

Nina Hoss: Jahrgang 1975

Schon mit 14 stand Nina Hoss zum ersten Mal auf einer Theaterbühne. Es folgte ein Schauspielstudium, und mit ihrem Filmdebüt in "Und keiner weint mir nach" wurde Produzent Bernd Eichinger auf das junge Talent aufmerksam. Er holte sie für die Hauptrolle in "Das Mädchen Rosemarie", eine Leistung, die ihr die Goldene Kamera als beste Nachwuchsschauspielerin einbrachte. Später wurde sie vor allem durch ihre Hauptrolle in "Die weiße Massai" einem breiten Publikum bekannt. Bis heute ist Nina Hoss sowohl vor der Kamera als auch auf den Theaterbühnen präsent. 2020 wurde sie für die Titelrolle im Familiendrama "Schwesterlein" für den Europäischen Filmpreis nominiert. Privat lebt sie in Berlin und engagiert sich für verschiedene soziale Projekte. Zuletzt war sie in "Hedda" zu sehen.

Christoph Waltz: Jahrgang 1956

Der deutsch-österreichische Schauspieler Christoph Waltz hat sich im Laufe seiner Karriere vom vielbeschäftigten Charakterdarsteller zur internationalen Größe hochgespielt. Seine größten Triumphe feierte er als Hans Landa in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" und als Kopfgeldjäger Dr. King Schultz in "Django Unchained". Für beide Auftritte wurde er jeweils mit dem Oscar als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Schon seit den 1970er Jahren steht Christoph Waltz vor der Kamera, inzwischen besitzt er sogar einen eigenen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. Und längst arbeitet er nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera, schreibt unter anderem Drehbücher und inszenierte sogar Opern, etwa im März 2020 Beethovens "Fidelio" am Theater an der Wien.

Max Riemelt: Jahrgang 1984

Seine ersten Schritte als Schauspieler machte Max Riemelt im Schultheater und auf der Kindertheaterbühne eines Verwandten. 1997 stand er dann erstmals für den Zweiteiler "Eine Familie zum Küssen" vor der Kamera. Sein Talent blieb nicht lange unbemerkt, unter anderem bei Regisseur Dennis Gansel, der ihn gleich mehrfach für Hauptrollen in seinen Filmen besetzte. So übernahm Riemelt 2009 zum Beispiel die männliche Hauptrolle im Vampirfilm "Wir sind die Nacht". In den vergangenen Jahren wandte er sich zunehmend markanten Charakterrollen zu und wurde auch für internationale Produktionen verpflichtet. 2021 folgte schließlich eine Hauptrolle im Science-Fiction-Film "The Matrix Resurrections" und zuletzt war er 2025 in "Die Vorkosterinnen" zu sehen.

Til Schweiger: Jahrgang 1963

Til Schweiger gehört zu den vielseitigsten Köpfen des deutschen Films und hat einige großartige deutsche Filme produziert. In den 90ern machte er sich zunächst als Schauspieler einen Namen, unter anderem mit Filmen wie "Manta, Manta" oder "Der bewegte Mann". 2004 gründete er seine Produktionsfirma "Barefoot Films" und übernahm bei "Barfuss" erstmals gleich mehrere Rollen: Er schrieb am Drehbuch, führte Regie, produzierte und stand natürlich auch selbst vor der Kamera. Es folgten "Keinohrhasen" und "Zweiohrküken". 2014 landete er mit "Honig im Kopf" einen der größten Kinoerfolge des Jahres in Deutschland. Und es bleibt nicht beim Spielfilm, inzwischen produziert er auch Dokumentationen, etwa die 2020 bei Prime Video veröffentlichte Doku über Sebastian Schweinsteiger.

Armin Mueller-Stahl: geboren 1930

Wegen angeblich mangelnder Begabung musste Armin Mueller-Stahl in der DDR sein Schauspielstudium zunächst abbrechen. Davon ließ er sich jedoch nicht ausbremsen und eroberte erst die Theaterbühnen, dann wurde er als markanter Charakterdarsteller in zahlreichen DDR-Film- und Fernsehproduktionen bekannt. Nach seiner Ausreise nach West-Berlin setzte er diese Erfolgsgeschichte nahtlos fort, und schaffte schließlich sogar den Sprung nach Hollywood. Für seine Rolle in "Shine – Der Weg ins Licht" erhielt er eine Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller. Und er blieb nie nur beim Schauspiel: Mueller-Stahl schrieb Romane und Erzählungen, veröffentlichte Zeichnungen und Aquarelle und zeigte seine Arbeiten auch in Ausstellungen. Bis September 2022 war in der Kunsthalle Rostock seine Schau „Alle Kunst will Musik werden“ zu sehen und mittlerweile ist er schon 95.

Martin Semmelrogge: Jahrgang 1955

Dass Martin Semmelrogge einmal Schauspieler werden würde, lag fast schon in der Familie, schließlich war sein Vater Willy Semmelrogge als Schauspieler und Regisseur selbst ein bekanntes Gesicht. Mit gerade einmal 16 startete Martin seine Laufbahn in der Fernsehserie "Der Kommissar". Es folgten Auftritte in zahlreichen Krimiformaten, bis der große Durchbruch im Kino kam, mit "Das Boot". Seit 2008 steht Semmelrogge zudem regelmäßig auf der Theaterbühne, unter anderem als Erzähler der "Rocky Horror Picture Show" sowie bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg. Zuletzt war er 2017 gemeinsam mit seiner Frau Sonja als Kandidat in der RTL-Reality-Show "Das Sommerhaus der Stars, Kampf der Promi-Paare" zu sehen. Seit 2023 ist er in dritter Ehe mit Regina Brause verheiratet.

Claude-Oliver Rudolph: Jahrgang 1956

Gemeinsam mit Herbert Grönemeyer startete Claude-Oliver Rudolph seine Laufbahn am Schauspielhaus Bochum. Heute zählt er zu den prägnantesten Charakterdarstellern des Landes und wird nicht selten gefeiert als "der beste Bösewicht der Welt". In Deutschland wurde er vor allem durch seine Rolle in "Das Boot" einem breiten Publikum bekannt. International gelang ihm der Durchbruch als Schurke im James-Bond-Film "Die Welt ist nicht genug", an der Seite von Pierce Brosnan. Bis heute steht Claude-Oliver Rudolph für Filme und Serien vor der Kamera, arbeitet aber ebenso als Produzent, Regisseur und Autor hinter den Kulissen. Außerdem war er bis 2019 als "Ressortleiter Kunst und Kultur" beim russischen Propaganda-Sender "RT Deutsch" beschäftigt.

Veronica Ferres: Jahrgang 1965

Veronica Ferres schaffte den großen Durchbruch 1996 mit der Hauptrolle in "Das Superweib". Danach war sie vor allem in TV-Filmen und Serien präsent, unter anderem in der vielfach ausgezeichneten Fernsehproduktion "Die Manns – Ein Jahrhundertroman". Doch auch auf der Kinoleinwand tauchte Ferres immer wieder auf: In "Ein Leben für ein Leben – Adam Resurrected" stand sie beispielsweise mit Jeff Goldblum und Willem Dafoe vor der Kamera. Neben der Schauspielerei schrieb sie auch Kinderbücher, etwa "Nein, mit Fremden geh ich nicht!", das 2007 erschien. Und auch abseits der Kameras engagiert sie sich für Kinder, unter anderem als Schirmherrin des Kinderhilfswerks "Die Arche". Aktuell ist sie mit dem deutschen Milliardär Carsten Maschmeyer verheiratet und lebt in Kalifornien.

Matthias Schweighöfer: Jahrgang 1981

Matthias Schweighöfer ist in der Filmwelt nach wie vor präsent und schafft es, seine Arbeit für Kino und Fernsehen mit der Musik zu verbinden, einer Leidenschaft, die er bis 2023 mit seinem neuen Konzert weiter auslebt. Mit der Schauspielerei quasi im Blut sammelte Schweighöfer ab 1997 erste Berufserfahrung, doch auf den Durchbruch, den er sich erarbeitet hatte, musste er noch sechs Jahre warten. Danach ging es steil nach oben: Preise, Anerkennung und der Status als einer der bekanntesten Schauspieler des Landes folgten Schlag auf Schlag. Neben der Arbeit vor der Kamera ist er auch als Produzent aktiv, wenn auch mit weniger Projekten als in seiner Rolle als Schauspieler. Zuletzt konnte er mit "Das Leben der Wünsche" im Jahr 2025 und "Vanished" im Jahr 2026 punkten, und nun richtet sich der Blick auf das, was als Nächstes kommt.

Freddy Quinn: Jahrgang 1931

Freddy Quinn ist das Idol der Fünfziger- und Sechzigerjahre und verkaufte in seiner Karriere rund 60 Millionen Platten. Er wickelte das Publikum im Film "Sharks On Board" reihenweise um den Finger. Er ist mittlerweile 94 Jahre alt. Eine Zahl, die so gar nicht danach klingt, als würde Freddy Quinn jetzt einfach nur still den Ruhestand verbringen. Er gönnt sich, mit seiner Partnerin an der Seite, auch wenn er längst nicht mehr singt oder schauspielert, am liebsten romantische Reisen, besonders gern nach Afrika und Asien. Und wenn er gerade nicht unterwegs ist, bleibt er seiner großen Leidenschaft treu und repariert antike Uhren. Als Geburtstagswunsch steht für ihn vor allem Gesundheit ganz oben, auch wenn er trocken anmerkt, dass er seinen Sarg schon reserviert habe. Hoffen wir, dass das einfach nur sein typischer, leicht schwarzer Humor ist.

Christina Plate: Jahrgang 1965

Viele kennen sie vor allem als die Frau an der Seite von Oliver Geissen, doch Christina Plate ist weit mehr als nur ein Promi-Anhang. Sie blickt auf eine eigene Laufbahn als Schauspielerin und Synchronsprecherin zurück, und die begann erstaunlich früh. Schon als Kind stand sie zum ersten Mal 1976 in einer Kinderserie vor der Kamera. Später war sie unter anderem 2015 in "Küstenwache, Das Ultimatum" zu sehen und 2020 noch einmal in der letzten Folge von "Circle of Life", nach 16 Jahren Serienlaufzeit. Dabei ist das nur ein Ausschnitt, denn ihre Filmografie ist deutlich umfangreicher. Aktuell hat sich Plate jedoch etwas von der Schauspielerei zurückgezogen, denn ihre jüngsten Auftritte und Interviews finden überwiegend gemeinsam mit ihrem Mann statt und sie widmet sich ihrem gemeinsamen Sohn.

Katarina Witt: Jahrgang 1965

Katarina Witt verzauberte als "Eiskönigin" bei den Olympischen Spielen in Sarajevo und Calgary ein Millionenpublikum, wickelte Donald Trump mit ihrem Charme um den Finger und ist bis heute eine der prägendsten Figuren ihres Sports. Und auch lange nachdem sie die Schlittschuhe beiseite gelegt hat, blieb ihr Leben alles andere als ruhig. Sie produziert Shows in den USA und kommentiert in Deutschland fürs Fernsehen, außerdem stand sie sogar schon neben Robert De Niro vor der Kamera. Dazu kommen Bücher, Werbepartnerschaften und ihr Engagement als Botschafterin der Laureus-Stiftung. Rückblickend sagt Witt, sie habe viele Möglichkeiten gehabt und dass sie privilegiert sei. Wir sehen das etwas anders, denn das Talent setzt sich am Ende eben durch.

C.C. Catch: Jahrgang 1964

Von Dieter Bohlen entdeckt und produziert, legte Caroline Muller, besser bekannt als C.C. Catch, in den 1980er und 1990er Jahren einen echten Karrieresprint hin, mit reichlich musikalischem Erfolg. Und auch im neuen Jahrtausend blieb es nicht bei Nostalgie, denn es folgten neue Singles. Sie sang schon immer gern auf Englisch, und in jüngerer Zeit ist sie vor allem im Ausland besonders gefragt, ihre Tourneen führen sie sogar bis weit in den Osten und nach Südamerika. Nach dem Ende von Modern Talking, mit deren Umfeld sie eng verbunden war, arbeitete C.C. Catch einige Jahre als Solokünstlerin weiter. Sie kletterte noch einmal in den Charts nach oben, zog sich dann aber erneut aus dem Musikgeschäft zurück. Es deutet nichts darauf hin, dass sie mit über 60 eine Rückkehr auf die Konzertbühnen plant.

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